Stiftskirche

Die Stiftskirche St. Nikolaus in Beuster

Das Kirchengebäude ist eine dreischiffige Basilika ohne Querhaus. Im Osten schließt der Bau mit einer halbrunden Apsis ab.

Der ursprüngliche romanische Turm wurde 1500 n. Chr. abgebaut und ein neuer gotischer Turm in das Kirchenschiff hineingestellt. Dadurch wurde das Mittelschiff um eine Arkade verkürzt. Gleichzeitig wurde die Kirche eingewölbt, d. h. die Holzbalkendecke wurden durch ein Kreuzgratgewölbe ersetzt.

Es ist ein reiner Mauerziegelbau. Selbst die Fundamente sind bis in zwei Meter Tiefe aus Backstein errichtet. Die 5 Arkadenbögen der Nordwand werden von quadratischen Pfeilern getragen, in der Südwand sind zwei Säulen eckständig im Osten und Westen angeordnet

 

 

Eindrucksvoll ist der lange Hohe Chor mit der halbrunden Apsis.

Bei der Re-Romanisierung der Kirche in der Zeit zwischen 1860 und 1878 wurden erheblich in den Bestand eingegriffen.

Die gesamte barocke Ausstattung wurde entfernt. Der Triumphbogen östlich des ersten Chorquadrates wurde abgebaut und an dieser Stelle eine steinerne Kanzel gesetzt.

Im Westen wurde eine steinerne Empore in romanischen Formen mit drei Rundbögen, unterstützt von zwei Rundsäulen, für die Orgel errichtet. Die Orgel wurde 1885 von der Stendaler Firma R. Voigt gebaut. Sie besitzt 13 Register in zwei Manualen und Pedal.

Von der ursprünglichen romanischen Ausstattung ist nur noch der Taufstein erhalten.

 

Blick von der Empore zum Altar. Bildquelle: Horst Otto Müller

 

Blick zur Orgel. Bildquelle Horst Otto Müller

 

Taufstein. Bildquelle Ronald Rethfeld

 

Grundriss der Stiftskirche St. Nikolaus Beuster, nach Wieck, 2009